Wer Avocados isst, schützt sein Herz

In der Power-Frucht stecken viel Vitamin E, gesättigte und ungesättigte Fettsäuren. Avocados sind hervorragend für die Nerven

Sie sind warzig, dünnhäutig oder glattschalig. Ihr Äußeres ist nicht gerade verlockend. Doch die Avocado ist eine wahre Wunderfrucht, gut für Herz, Nerven, Energie, gute Laune, Haut und Haar.

Ursprünglich stammt die Avocado aus Mittel- und Südamerika, wird schon seit beinahe 10.000 Jahren angebaut. Die Azteken nannten sie Ahuacatl (Hoden) – wohl ihrer Form wegen. Allerdings wurde sie auch als Aphrodisiakum sehr geschätzt.

Tatsächlich unterstützt sie die Bildung des Glückshormons Serotonin.
Avocados werden unreif geerntet. Diesen Prozess holen sie jedoch bei Zimmertemperatur problemlos nach. Tipp: In eine Papiertüte, eventuell mit einem Apfel, einwickeln.

Das verkürzt die Reifung!
Geniessbar sind sie, wenn die Schale auf Fingerdruck leicht nachgibt. Dann ist das Fruchtfleisch cremig, entfaltet sein nussiges Aroma. Zum Öffnen wird die Avocado der Länge nach bis zum Kern eingeschnitten. Mit Drehbewegungen lassen sich beide Hälften dann trennen.

Das Besondere an der Avocado: ihr für Obst aussergewöhnlich hoher Fettanteil. Pro 100 Gramm beträgt er 23,5 Prozent. 100 Gramm haben 220 kcal. Daher nennt man sie auch Butterfrucht. Doch anders als in Butter stecken in ihr einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die gut für Cholesterinspiegel, Herz-Kreislauf-System und Haut sind.

Die Avocado ist eine der Vitamin E reichsten Früchte, beugt Arteriosklerose vor, schützt das Herz. Hier die sechs bekanntesten Sorten:

Avocado Negritto
Eine wilde mexikanische Sorte mit dünner, dunkelgrüner bis schwarzer Schale und kleinem Kern. Ihr Geschmack erinnert an eine deftige Salami. Das Fleisch ist nicht ganz so fetthaltig wie das der Hass. Die Negritto kann man sogar mit Schale essen.

Avocado Hass
Eine der fetthaltigsten, aber auch sehr oft angebauten Avocadosorten. Mit runzeliger, warziger Schale, dunkelgrün bis schwarz, schmeckt würzig-deftig. Der erste Baum wuchs um 1930 wild zwischen den Avocados des Postmannes Rudolph Hass.

Avocado Fuerte
Sie ist die weltweit am meisten verbreitete Sorte. Die Frucht ist grün, birnenförmig, eher klein. Die Haut ist dünn, lässt sich leicht abschälen. Das Fruchtfleisch ist hellgelb, grünlich. Sie kann im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Avocado Reed
Sie gehört zu den circa 80 Guatemaltekischen Zuchtsorten. Die Frucht ist kugelförmig, oval bis birnenförmig. Sie hat eine sehr dicke, glatte, hellgrüne Schale. Sie erinnert im Geschmack an ein Kartoffelgratin. Die Avocado Reed ist leicht zu schälen.

Avocado Lula
Sie stammt aus Afrika und ist eine wilde Sorte. Geschmacklich ist sie nicht so deftig wie die meisten Avocados, sondern erinnert mehr an sahnige Creme fraîche. Die birnenförmige Frucht hat eine fast glatte, hellgrüne Schale. Sie ist vor allem in Florida und auf Martinique sehr verbreitet.

Avocado Cornichon
Das Besondere an dieser Frucht: Sie hat keinen Kern. Ihre Form ähnelt der einer Gewürzgurke, daher der französische Name Cornichon. Das Fleisch der kleinen, kultivierten Frucht ist cremig, schmeckt leicht nussig.

Urs Weder

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