Flüssiges Gold: Gesund kochen mit Olivenöl
Oliven liefern das gesündeste Öl der Welt. Immer wieder lassen Studien über die positiven Effekte des flüssigen Goldes aus dem mediterranen Ölbaumgewächs aufhorchen: Olivenöl senkt den Cholesterinspiegel und den Blutdruck.
Ihm wird nachgesagt, Alzheimer, Parkinson und Krebs vorzubeugen. Verdauungsprobleme können mit einem Löffeli Olivenöl mit Zitronensaft vorm Schlafengehen beseitigt werden und auch als Bestandteile natürlicher Kosmetika leisten die Fettsäuren des grünen Öls wertvolle Dienste.
Das Geheimnis der positiven Wirkung des Olivenöls auf unseren Organismus liegt in den enthaltenen einfach ungesättigten Fettsäuren. Sie tragen dazu bei, den Cholesterinspiegel zu senken und so das Herzkreislaufsystem positiv zu unterstützen. Arteriosklerose wird vorgebeugt, die Zellerneuerung wird gefördert. In Cremen helfen sie dabei, die Haut geschmeidig zu halten.
Olivenöl ist ausserdem reich an den Vitaminen A und E, es enthält B-Vitamine, Folsäure, Panthothensäure und die Minerale Magnesium, Kalium, Phosphor und Eisen. Eine wahre Vitaminbombe also.
Achte auf die Qualität
Wer zum Kochen wirklich gesundes Olivenöl verwenden will, muss zu einem Öl mit dem Prädikat „Natives Olivenöl extra“ greifen. Diese Öle werden direkt aus der Olive, ausschließlich durch mechanische Pressung, ohne Erhitzung oder chemische Vorgänge, gewonnen. „Native Olivenöle extra“ haben einen Anteil von höchsten 0,8 Prozent an freien Fettsäuren, Geschmack, Farbe und Geruch werden genau kontrolliert. „Native Olivenöle“ enthalten bereits bis zu 2 Gramm freie Fettsäuren, werden ebenfalls nativ, also ohne Chemie oder Erhitzung gewonnen, können aber geschmackliche Abweichungen haben. Die schlechteste Qualität haben Olivenöle ohne den Zusatz nativ. Bei ihnen handelt es sich um industriell hergestellte Olivenöle.
swissgourmets.ch Tipp: Genau auf das Etikett achten!
Zum Glück gehört Olivenöl inzwischen in vielen Haushalten zum fixen Bestandteil bei der Zubereitung typisch mediterraner Gerichte wie Tomaten mit Mozzarella, köstlichen Nudelgerichten oder gesunden Aufläufen mit Gemüsen wie Zucchini, Melanzani oder Spinat. Jedes Öl kann durch die gesunde Flüssigkeit aus dem Mittelmeerraum ersetzt werden. Keine Idee, wofür du es verwenden könntest?
Kochen mit Olivenöl
Das neue Buch „Kochen mit Olivenöl“ (erschienen bei “Verlagshaus der Ärzte”) macht richtig Lust drauf, neue leckere und gesunde Gerichte mit Olivenöl auszuprobieren. Autorin Sissi Bieche hat darin die besten Rezepte der Mittelmeerküche gesammelt. Unser Lieblingsrezept daraus:
Omelett auf italienische Art
2 Portionen
2 Knoblauchzehen
2 mittelgroße Fleischtomaten
4 Eier
Salz, Pfeffer
2 EL Olivenöl,
1 EL Wasser
6 gehackte Basilikumblätter
Knoblauchblätter schälen und fein hacken. Tomaten mit heissem Wasser überbrühen, Schale abziehen. Kerne entfernen. Tomaten in kleine Würfel schneiden. Eier, Wasser, Salz und Pfeffer mit einer Gabel gründlich versprudeln. In zwei beschichteten Pfannen je einen Löffel Olivenöl erhitzen. Jeweils die Hälfte des Knoblauchs und der Tomaten darin anschwitzen. Das Basilikum darüber streuen und die Eimasse auf die Pfannen verteilen. Bei mittlerer Hitze stocken lassen. Die Omeletts zusammenklappen und auf vorgewärmten Tellern anrichten.
Ein paar wertvolle Tipps für das Braten mit Olivenöl:
Bevor das Olivenöl in die Pfanne gegeben wird, sollte diese gut erhitzt werden. Dann das Öl zugießen und maximal bis auf 170 Grad
Urs Weder
Herausgeber swissgourmets.ch

