Der Genuss aus dem Piemont


Barolo

Barolo ist eine italienische Gemeinde mit 711 Einwohnern (Stand am 31. Mai 2006) in der Provinz Cuneo, Region Piemont. Hier wird der berühmte gleichnamige Rotwein angebaut. Der Ort liegt 51 km von der Provinzhauptstadt Cuneo entfernt auf einer Höhe von 310 m über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 5,59 km², die Einwohnerdichte beträgt circa 136 Einwohner/km².

Barolo ist eine italienische Gemeinde mit 711 Einwohnern (Stand am 31. Mai 2006) in der Provinz Cuneo, Region Piemont. Hier wird der berühmte gleichnamige Rotwein angebaut. Der Ort liegt 51 km von der Provinzhauptstadt Cuneo entfernt auf einer Höhe von 310 m über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 5,59 km², die Einwohnerdichte beträgt circa 136 Einwohner/km².


Der Barolo ist ein trockener Rotwein, der in Italien angebaut wird. Er zählt unter Weinkennern neben dem Brunello und dem Amarone zu den besten Rotweinen Italiens. Schon in den 1860er Jahren, zur Zeit der italienischen Einigung, galt der Barolo als Wein der Könige, und auch seit seinem erneuten Aufschwung ab ca. 1980 gilt er als Festtagswein.

Die Herkunft des Barolo liegt in den Langhe-Bergen im Piemont. Die Gemeinde Barolo gab dem Wein seinen Namen. Neben Barolo sind Rebflächen in Castiglione Falletto und Serralunga d’Alba sowie Teilbereiche in den Gemeinden La Morra, Monforte d’Alba, Roddi, Verduno, Cherasco, Diano d’Alba, Novello und Grinzane Cavour zugelassen.

Im Gegensatz zu vielen anderen großen Rotweinen ist der Barolo kein Cuvée, sondern wird zu 100% aus der Nebbiolorebe hergestellt. Seit 1966 hat er die Qualitätsstufe DOC und seit 1980 Italiens höchste, DOCG. Die damit einhergehende Dynamisierung des Gebiets ist atemberaubend. Während in den 1970er Jahren der Barolo fast ein Ladenhüter war, gab es Ende der 1980er Jahre ca. 12 Erzeuger mit einem Volumen von ungefähr 100.000 Flaschen. Momentan (2004) erzeugen ca. 50 Winzer die zehnfache Menge.

Die DOCG-Bestimmungen wurden in den letzten Jahren umgearbeitet, die Mindestlagerzeit wurde auf 2 Jahre im Fass und 1 Jahr in der Flasche heruntergesetzt und als Fassholz ist nicht mehr ausschließlich slawonische Eiche zulässig. Auch ist es jetzt möglich, den Barolo im Barrique reifen zu lassen.

Im Anbaugebiet selbst brennt ein Kampf zwischen den sogenannten Modernisten und den Traditionalisten, wobei es um die Machart des Weines und die Zulassung anderer Rebsorten (die den Wein „weicher“ machen sollten) geht. Es wird immer mehr üblich, den Wein nach Lagen getrennt zu vinifizieren und zu verkaufen (Vigna … ). Da im Barolo-Gebiet jedoch keine gültige Lagenbewertung vorhanden ist (im Gegensatz etwa zum Burgund), kann von der Lagenbezeichnung allein nicht auf die Qualität des Weins geschlossen werden.

Im Allgemeinen beginnen die Preise für Barolo bei ca. 10 Euro, nach oben gibt es keine Grenzen. Seit 2009 stockt der Verkauf aufgrund der hohen Preise sowie des schwächelnden Dollar, so dass es wahrscheinlich zu Preiskorrekturen nach unten kommen wird.
Euer Pierre Le Baron

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